neues vernakuläres bauen


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Bauen ist seit jeher ein kontinuierliches
neu- um und weiterbauen.

Das Weiterbauen auf und mit althergebrachten Handwerkstechniken und Materialien wurde vielerorts durch industrielle Bauweisen und techniken verdrängt.

Jetzt, da wir bemerken, dass sich viele der angehäuften Probleme nicht mehr mit unseren konventionell-industriellen Antworten lösen lassen, lohnt sich die Auseinandersetzung mit historischer Bausubstanz, den zugehörigen Techniken und Materialien.

In Forschungsprojekten wird daran gearbeitet, das Potenzial historischer Bautechniken unserer Bioregion zu erproben, wissenschaftlich zu bewerten und in Kombination mit neuen und zukünftigen Technologien weiterzuentwickeln.

Ein Rückgriff in die Vergangenheit, bevor Bauen eine Expert*innenwissenschaft wurde, um mit den Herausforderungen der Gegenwart für eine positive Zukunft zu bauen.

“neues vernakuläres bauen”ist ein Teil der
Schönberger Architekten GmbH
 

Julius Schönberger
Jessica Hopp

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sezierung baubestand
2024-04


sezierung baubestand

Um zu verstehen, wie die vernakuläre Architektur der Grenzregion funktioniert muss die Fügung der einzelnen Materialien-Lehm, Kalk, Stein, Holz und Faserstoffe nachvollzogen werden. Am Beispiel hier wird ein typisches Bauernhaus der Region seziert und in die einzelnen Bestandteile zerlegt.

Wie sind die Materialien miteinander verbunden?
Wie lassen sich die Materialien trennen?
Wie homogen, oder heterogen sind die Baustoffe eingebaut?
Welche Baustoffe können was?
Was muss wie instandgehalten werden?
Welches Material ist auch noch nach einem Umbau transformierbar?

Besonders auffällig ist die immer wiederkehrende Grundsequenz an Materialien in den materialspezifischen Einsatzbereichen. 
Materialien wie Lehmmörtel, den nach knapp 200 Jahren durch Zugabe von Wasser wieder als Lehmmörtel vermauert werden könnte, zeigen wie leistungsfähig und wiederverwendbar vernakuläre Architektur gebaut, ungebaut und erhalten wurde.