neues vernakuläres bauen


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Bauen ist seit jeher ein kontinuierliches
neu- um und weiterbauen.

Das Weiterbauen auf und mit althergebrachten Handwerkstechniken und Materialien ist vielerorts seit den „vielversprechenden“ Errungenschaften der Petrochemie und Bauindustrie abhanden gekommen.

Gerade jetzt, da wir bemerken, dass sich viele der angehäuften Probleme nicht mehr mit unseren konventionell-industriellen Antworten lösen lassen, lohnt sich ein Blick auf die Bauwelt vor der Erfindung von Styropor, Bitumen und Mineralwolle.

Ebenso, wie traditionelle Bautechniken anderer Regionen, der Lehmbau aus dem nahen (Süd) Osten oder Bambusbauten aus Asien, eine Renaissance erleben, wird am Forschungsprojekt Bärnau daran gearbeitet, das Potenzial
historischer Bautechniken der Oberpfalz
zu erproben, bewerten und weiterzuentwickeln.

Ein Rückgriff in die Vergangenheit, bevor Bauen eine Expert*innenwissenschaft wurde, um mit den Herausforderungen der Gegenwart für eine positive Zukunft zu bauen.







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sezierung baubestand
2024-04


sezierung baubestand

Um zu verstehen, wie die vernakuläre Architektur der Grenzregion funktioniert muss die Fügung der einzelnen Materialien-Lehm, Kalk, Stein, Holz und Faserstoffe nachvollzogen werden. Am Beispiel hier wird ein typisches Bauernhaus der Region seziert und in die einzelnen Bestandteile zerlegt.

Wie sind die Materialien miteinander verbunden?
Wie lassen sich die Materialien trennen?
Wie homogen, oder heterogen sind die Baustoffe eingebaut?
Welche Baustoffe können was?
Was muss wie instandgehalten werden?
Welches Material ist auch noch nach einem Umbau transformierbar?

Besonders auffällig ist die immer wiederkehrende Grundsequenz an Materialien in den materialspezifischen Einsatzbereichen. 
Materialien wie Lehmmörtel, den nach knapp 200 Jahren durch Zugabe von Wasser wieder als Lehmmörtel vermauert werden könnte, zeigen wie leistungsfähig und wiederverwendbar vernakuläre Architektur gebaut, ungebaut und erhalten wurde.